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Flittarder Strassennamen |
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Semmelweisstrasse Benennung : 24.03.1955 Sie führt von der Einsteinstrasse zur Edmund ter Meer Strasse Sie ist 892.56 Meter lang und wurde benannt nach Ignaz Phillip Semmelweis * 01.07.1818 V 13.08.1965 Er war ein ungarischer Gynäkologe, Frauenarzt; Der Mediziner Semmelweis entdeckte mangelnde Hygiene bei den Ärzten als Ursache für das Kindbettfieber, an dem seinerzeit dramatisch viele Wöchnerinnen starben. Seine unermüdlichen Versuche, die Ärzte zur Desinfektion der Hände zu bewegen, stießen allerdings auf vehementen Widerstand der Kollegen. Somit wurde Semmelweis erst posthum als „Retter der Mütter“ gewürdigt. Ignaz Phillip Semmelweis wurde am 1. Juli 1818 in Ofen bei Buda (heute Budapest) geboren. Er studierte zunächst Philosophie an der Universität Pest, wechselte dann aber 1837 an die Universität Wien, wo er ein Medizin-Studium begann. 1844 promovierte Semmelweis und wurde Magister der Geburtshilfe. 1845 erhielt Semmelweis das Doktorat der Chirurgie, im darauffolgenden Jahr wurde er zum Assistenten der Geburtshilflichen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses in Wien ernannt. Dort machte er zwei Beobachtungen, die für seine weitere Karriere entscheidend waren: Zunächst stellt er fest, dass die Todesrate unter den Frauen ausgerechnet in der Abteilung des Krankenhauses am höchsten war, für die die Ärzte und Medizinstudenten verantwortlich waren. Und zwar deutlich höher als in der Abteilung, die den Hebammen vorbehalten war. Zweitens fiel ihm auf, dass die Symptome der Blutvergiftung, an der in dieser Zeit der befreundete Gerichtsmediziner Jakob K. Kolletschka starb, mit denen des Kindbettfiebers identisch waren. Kolletschka hatte sich beim Sezieren einer Leiche verletzt. |
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Semmelweis zog aus beiden Beobachtungen den Schluss, dass „Leichenteile“ in das Blut gelangten und so die Erkrankung hervorriefen. Dies erschien logisch, denn viele Mediziner kamen direkt aus dem Sezier- in den Operationssaal. Semmelweis setzte daraufhin 1847 durch, dass sich die Ärzte ihre Hände mit Chlorkalk waschen müssen. Die Sterblichkeit unter den Frauen sank rapide. Dennoch erntete er von seine Kollegen Spott und Verachtung. Die Ärzte wollten nicht wahrhaben, dass ausgerechnet sie für den Tod der Frauen verantwortlich sein sollten. 1850 hielt er einen Vortrag zum Kindbettfieber in der Gesellschaft der Ärzte, erhält in der Folge für seine Verdienste jedoch lediglich einer Dozentur für „Theoretische Geburtshilfe“. Geburtshilfe erhielt. Um seine Entdeckungen zu verbreiten, begann er „offenen Briefe“ zu schreiben, fand aber nur bei wenigen Kollegen Gehör. 1861 erschien sein Werk „Ätiologie, Begriff und Prophylaxe des Kindbettfiebers“. 1865 wurde Semmelweis aufgrund einer Geistesstörung in die Landesirrenanstalt in Wien gebracht. Erst 1867, zwei Jahre nach Semmelweis` Tod, zeigte der schottische Mediziner Joseh Lister, dass die Desinfektion des Operationstisches die Sterblichkeit im Operationssaal deutlich senkt. Man erinnerte sich wieder an die Arbeiten von Semmelweis, der so verspätet zu Ehren kam. |
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Spemannstrasse Benennung : 24.03.1955 ( Die Strasse meines heutigen Wohnortes.) Sie führt von der Semmelweisstrasse zur Hufelandstrasse Sie ist 350,37 Meter lang und wurde benannt nach Hans Spemann * 26.6.1869 in Stuttgart V 12.09.1941 |
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In Stuttgart legte er 1888auch seine Reifeprüfung ab und arbeitete dann ein Jahr als Lehrling im Verlag seines Vaters. Nach seiner Dienstzeit als
einjähriger Freiwilliger studierte er von 1891 bis 1893 Medizin in Heidelberg und München. |
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Für Spemann standen die Gesetzmäßigkeiten des Zusammenwirkens der Teile zu einem Ganzen immer im Vordergrund. Über die Experimente hinaus wurde auch die
Normalentwicklung des Keimes als ein rastloses Geschehen erkannt, in welchem auch durch ständige Ostsbewegungen der Teile fortlaufend neue Lagebeziehungen der Teile zueinander geschaffen werden. Veränderte Lagebeziehungen
bewirken auch eine neue Wechselwirkung zwischen den Teilen. Die moderne Entwicklungsphysiologie hat diese Erkenntnisse erfolgreich weiterentwickelt und den der Induktion (Auslösung) entgegenwirkenden Einfluss der Inhibition
(Hemmung) erkannt. Die Keimesentwicklung würde demzufolge als ein System von in sich widersprüchlichen Prozessen (Auslösungshemmung) aufzufassen sein. |
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Stammheimer Deichweg Benennung : 15.05.1966 Er führt vom Flittarder Deichweg zur Egonstrasse ( Stammheim ) an Klärwerk vorbei. Sie ist 1.010,44 Meter lang und wurde benannt nach Dem Stammheimer Deich der mit finanzieller Hilfe der Familie von Fürstenberg gegen die Hochwassergefahr im 19. Jahrhundert errichtete Sicherheitswall am Rhein. |
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Wiedenhofgasse Benennung : 29.10.1912 Sie führt von der Flittarder Hauptstrasse zur Pützlachstrasse Sie ist 85,01 Meter lang und wurde benannt nach Dem Wiedenhof , ein ehemaliger Gutshof, aus dem der Pfarrhof entstand, Burg der Ritter von Flittard Wieden hieß zu Altdeutsch „ Vidimo „ was den KAUFPREIS bedeutete, der bei Abschluss der Ehe vom Bräutigam zu entrichten war, später die Bezeichnung für Schenkungen an die Kirche. |
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Wilhelm Ostwald Strasse Benennung : 10.05.1937 Sie führt von der Arthur Hantzsch Strasse zur Gustav Schulz Strasse Sie ist 87,36 Meter lang und wurde benannt nach Wilhelm Ostwald * 02.09.1853 in Riga V 04.04.1932 in Großbohten bei Leipzig Der Chemiker und Philosoph bekam 1909 den Nobelpreis für Chemie. |
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Verfechter eines energetischen Monismus. Der am 2. September 1853 in Riga geborene Chemiker und Philosoph war seit 1881 Professor in seiner Heimatstadt und 1887-1906 in Leipzig. Seinen Ruf als Chemiker begründete Ostwald durch das nach ihm benannte Verdünnungsgesetz organischer Säuren (1888), ein neues Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure und Arbeiten über katalytische Prozesse (1890), die ihm 1909 den Nobelpreis für Chemie einbrachten.Als Philosoph meinte Ostwald, ähnlich wie Ernst Mach, das Grundprinzip des Lebens in der Energie gefunden zu haben, und er glaubte, daß dieses Prinzip auch auf die Geisteswissenschaften übertragbar sei. Jede Energie sah er als umwandlungsfähig an. Mit dem Begriff der "Intensität" der Energie bezeichnet er die jeweilige anzeigende Eigenschaft (z.B. die Temperatur). Ostwald entwickelte eine Pyramide der Wissenschaften und einen hundertteiligen Farbkreis für den Werkbund (1917-22). 1912 übernahm er auf Empfehlung Ernst Haeckels die Führung im Deutschen Monistenbund. |
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